Wie ist die Mure in Gyirong entstanden

31.08.2026

SHIGATSE, China, 31. August 2026 /PRNewswire/ -- Gyirong, ein Bericht von CMG:

Ein gewaltiger Schlammlawinenabgang im Grenzort Gyirong in dem Autonomen Gebiet Xizang im Südwesten Chinas hat Todesopfer gefordert und zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Ausgelöst wurde die Katastrophe nach Angaben von Experten durch den Einsturz eines hochgelegenen Gletschers auf der nepalesischen Seite der Grenze.

Durch den Gletscherabbruch stürzten riesige Geröllmassen mit enormer Wucht den Hang hinab, rissen auf ihrem Weg Moränenschutt mit und verwandelten sich in eine Schlammlawine, die den Hafen von Gyirong traf, bevor sie flussabwärts weiter nach Nepal strömte, erläuterte Guo Zhaocheng, Experte des Ministeriums für natürliche Ressourcen.

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Die Lawine bewegte sich Schätzungen zufolge mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Metern pro Sekunde – ein Tempo, das den Betroffenen kaum Zeit zur Flucht ließ. Das betroffene Gebiet erstreckte sich über mehr als 20 Kilometer, was zu den enormen Verlusten beitrug.

Angesichts dieser extremen Bedingungen müsse die Katastrophenvorsorge auf dem Qinghai-Xizang-Plateau von den Worst-Case-Szenarien ausgehen und den komplexen geografischen Gegebenheiten Rechnung tragen, so Guo weiter.

Die Entstehung der Mure:

  1. Am oberen Lauf des in Nepal entsprungenen Cuojian‑Flusses ereignete sich ein Gletscherbruch in einer Höhe von rund 5140 Metern, wobei eine Gesamtfläche von 620 000 Quadratmetern Gletschermasse abstürzte;
  2. Nach dem Gletscherbruch riss die rasch bewegte Gletschermasse lockere Ablagerungen im Talboden mit, floss in den Grenzfluss Gobaxiaqu zwischen China und Nepal;
  3. Diese strömte weiter westwärts in den Donglin‑Tsangpo und entwickelte sich zu einer schweren Mure, die schließlich den Grenzübergang Gyirong und die unterliegenden Gebiete schwer beschädigte.

Aufgrund des enormen Höhenunterschieds und der extrem hohen Fließgeschwindigkeit verfügte diese Schlammlawine über eine gewaltige Zerstörungskraft: Auf einer Bewegungsstrecke von 20 Kilometern betrug der vertikale Höhenunterschied fast 3300 Meter. Vom Gletscherbruch bis zum Eintreffen der Mure am Gyirong‑Hafen vergingen lediglich sieben Minuten - mit einer durchschnittlichen Fließgeschwindigkeit von 50 Metern pro Sekunde.

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.