SEOUL, South Korea, Sept. 17, 2026 /PRNewswire/ -- The Supreme Court of Singapore and the Supreme Court of Korea signed two new instruments aimed at supporting the effective resolution of cross-border civil and commercial disputes on 16 September 2026.
The Memorandum of Guidance as to the Enforcement of Money Judgments (MOG) and the Memorandum of Understanding on Cooperation Regarding Information on Foreign Law (MOU) were signed by The Honourable the Chief Justice Sundaresh Menon and Chief Justice Jo Hee-de of the Supreme Court of Korea. The signing took place in Seoul on the sidelines of the 20th Conference of Chief Justices of Asia and the Pacific, following a courtesy call between the two Chief Justices.
The MOG sets out the Singapore and Korean courts' understanding of the procedures and requirements for the recognition and enforcement of money judgments of one jurisdiction in the other. It covers judgments requiring payment of a sum of money and does not cover non-monetary relief or criminal orders, fines or penalties.
The MOG will serve as a practical reference for litigants and practitioners in cross-border cases by setting out the applicable legal requirements and procedures in both jurisdictions. This will provide greater clarity and understanding for parties seeking to a Singapore money judgment recognised and enforced in Korea, or a Korean money judgment recognised and enforced in Singapore.
Chief Justice Menon said: "A judgment may offer little real relief if it cannot be enforced where the judgment debtor or its assets are located. By explaining how our respective courts approach the recognition and enforcement of money judgments, the Memorandum will promote greater clarity, certainty and confidence for litigants."
The MOU establishes a mechanism for the Singapore and Korean courts to exchange information on their respective domestic laws and judicial practices in civil and commercial matters. It applies where a court is required to consider the law of the other jurisdiction in an ongoing international civil or commercial case.
Through the MOU, the Singapore and Korea courts will have a clearer and more efficient channel for obtaining reliable information on each other's laws and judicial practices in cross-border civil and commercial cases. Information exchanged may include relevant legislation, judicial precedents, decisions, interpretations and court orders. This will support the courts in determining questions of foreign law more accurately and efficiently.
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Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) holen den Bahnhofskomplex Wien-Mitte nach rund zwei Jahrzehnten wieder vollständig in den eigenen Konzern zurück. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat dem Rückkauf des Areals, das 2005 an die damalige BA/CA-Gruppe verkauft worden war, zugestimmt. Verkäufer ist nun eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Neben den Bahnanlagen umfasst die Transaktion auch das Einkaufszentrum "The Mall" sowie umfangreiche Büroflächen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und ist für Ende Dezember geplant.
Mit der Übernahme würden Immobilie und Bahninfrastruktur erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder in einer Hand zusammengeführt. Wien-Mitte ist gemessen an den Fahrgastzahlen der viertgrößte Bahnhof Österreichs und ein zentraler Verkehrsknoten, an dem sich S-Bahn, mehrere U-Bahn-Linien sowie der Flughafenzug CAT treffen. Täglich halten nach Angaben der ÖBB fast 600 Züge an dem Standort. Bahnanlagen und Gebäude seien baulich und technisch eng miteinander verbunden, heißt es. Künftige Änderungen an Zugängen, Stiegen, Belüftung oder Leitungen müssen damit nicht mehr mit einem externen Immobilieneigentümer abgestimmt werden.
Die ÖBB sehen in dem Rückkauf einen strategischen Schritt, um die Entwicklung des Standorts aus einer Hand zu steuern. Das soll zusätzlichen Handlungsspielraum für die kommenden Jahrzehnte schaffen, in denen die derzeit modernisierte S-Bahn-Stammstrecke mehr Züge aufnehmen soll. Die Funktion des Standorts als Bahnhof soll nach Angaben des Unternehmens wieder stärker im Namen, an den Zugängen und in der architektonischen Gestaltung zum Ausdruck kommen. Für die bestehenden Mietverhältnisse im Einkaufszentrum und in den Büros kündigte die ÖBB an, dass diese unverändert weitergelten.
Wien-Mitte blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Der Standort wurde 1848 als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet und ging 1934 in das Eigentum der Bahn über. Ab den späten 1950er-Jahren entstanden über den Gleisen unter anderem ein Bürotrakt und eine Markthalle, bevor die Liegenschaft 2005 veräußert wurde. Die spätere Entwicklung des Areals war von intensiven öffentlichen Debatten begleitet, unter anderem wegen geplanter Hochhäuser mit bis zu 97 Metern Höhe und der Diskussion um mögliche Auswirkungen auf den UNESCO-Welterbestatus. Mit der nun geplanten Re-Integration in den ÖBB-Konzern verknüpft das Unternehmen die Aussicht, die verkehrliche Rolle des Standorts und die bauliche Entwicklung langfristig aufeinander abzustimmen.