OncoBayes treibt die Entwicklung von OB-001 voran, um die ADC-Resistenz und die TKI-Gehirndurchdringung zu bekämpfen

07.10.2026

LONDON, 7. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- OncoBayes, ein privat geführtes Pharmaunternehmen im klinischen Stadium, gab heute den erfolgreichen Abschluss der präklinischen Arbeiten mit OB-001 bekannt. Damit wurde das Potenzial des Produkts zur Bewältigung zweier wichtiger ungedeckter medizinischer Bedürfnisse in der Onkologie aufgezeigt: der ADC-Resistenz und der Hirndurchdringung von Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs). 

OB-001 ist ein hochselektiver und wirksamer Hemmer von zwei wichtigen Effluxpumpen (P-gp und BCRP), die sowohl an der Blut-Hirn-Schranke als auch auf Tumorzellen vorkommen. Das Produkt wird als einmal täglich einzunehmende Tablette entwickelt, die in Kombination mit einer Reihe von onkologischen Standardtherapien eingesetzt werden soll, um deren Wirksamkeit zu optimieren.

In Studien an Mäusen mit durchblutetem Gehirn führte eine Vorbehandlung mit OB-001 zu einem signifikanten Anstieg der Konzentration von vier als Goldstandard geltenden Kinase-Inhibitoren im Gehirn – während die systemische (Plasma-)Konzentration weitgehend unverändert blieb. Auf der AACR 2026 vorgestellte Daten zeigten, dass OB-001 die Konzentration von Osimertinib im Gehirn um fast 400 % steigern konnte, wobei nur minimale systemische Veränderungen auftraten[1],[2]. Auf der Grundlage eines translationalen PK-PD-TGI-Modells für Osimertinib wird erwartet, dass dieser Anstieg zu einer deutlichen Verbesserung des progressionsfreien Überlebens im Zentralnervensystem bei Patienten mit EGFRm-NSCLC führen wird. Die verbesserte Bekämpfung von Hirnmetastasen stellt bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und Brustkrebs nach wie vor einen wichtigen Bereich mit ungedecktem Bedarf dar.

Dieselben Effluxpumpen wurden zudem als entscheidender Resistenzmechanismus identifiziert, der die Wirksamkeit von ADCs beeinträchtigt – wobei die Überexpression dieser Pumpen zu einer Verringerung der Wirkstoffkonzentrationen im Tumor führt. Präklinische Untersuchungen unter Verwendung eines bidirektionalen Transporter-Assays zeigten, dass OB-001 den Efflux mehrerer führender Wirkstoffe reduziert, darunter SN-38 (z. B. SacituzumabGovitecan, Trodelvy®), DM4 (z. B. MirvetuximabSoravtansine, Elahere®) und DXd (z. B. TrastuzumabDeruxtecan, Enhertu®).

Derzeit laufen Vorbereitungen für den Übergang zu einem parallelen klinischen Studienprogramm, um POC-Daten in Kombination mit Osimertinib zu gewinnen und zudem die Resensibilisierung durch T-DXd zu bewerten.

„Dies ist ein entscheidender Meilenstein für unser Team, und wir sind nun gut aufgestellt, um unsere klinischen Pläne mit OB-001 in die Wege zu leiten", sagte Jim Millen, ChiefExecutiveOfficer von OncoBayes. „OB-001 ist auf dem besten Weg, ein First-in-Class-Medikament mit großem Potenzial als einfache, oral verabreichte Ergänzung zu einer Reihe von erfolgreichen onkologischen Therapien zu werden. Dies ist wahrlich eine Pipeline, die eine Produktchance darstellt."

Referenzen:
1. AACR2026, Abstract 5873. 1. April 2026; 86 (7. Beilage): 5873. https://doi.org/10.1158/1538-7445.AM2026-5873.
2. CancerResearchCommunications, 1. Mai 2026; 6 (5): 1213–1219. https://doi.org/10.1158/2767-9764.CRC-25-0553.

Kontakt:
Mark Brimble
mbrimble@oncobayes.com

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/oncobayes-treibt-die-entwicklung-von-ob-001-voran-um-die-adc-resistenz-und-die-tki-gehirndurchdringung-zu-bekampfen-302900086.html

Kunasek lobt ÖVP-Koalition, Kickl attackiert SPÖ beim FPÖ-Frühschoppen in Hartberg

08.10.2026

Die steirische FPÖ hat ihren traditionellen Frühschoppen beim Hartberger Oktoberfest erneut für eine machtbewusste politische Inszenierung genutzt. Vor rund 3.500 Besucherinnen und Besuchern im vollen Festzelt trat zuerst die Landesführung um Landeshauptmann Mario Kunasek auf, ehe Bundesparteichef Herbert Kickl als Hauptredner die Bühne übernahm. Begleitet von österreichischen Fahnen, „Herbert“-Sprechchören und Schlagern wie Tina Turners „The Best“ präsentierten sich die Freiheitlichen als geschlossene Kraft mit bundespolitischem Anspruch.

Kunasek, der sich nach zuletzt guten Umfragewerten demonstrativ gelöst gab, lobte die Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner ÖVP in der Steiermark. Man streite nicht, sondern es gebe „Arbeit, Arbeit, Arbeit und es funktioniert“, sagte der Landeshauptmann und verwies darauf, dass die „heilige Ordnung“ nach der Landtagswahl 2024 nicht mehr gegolten habe. Zugleich zeichnete er ein scharfes Bild in der Migrations- und Integrationspolitik, warnte vor einer Gefahr durch den „politischen Islam“ und erklärte, für Menschen, die mit „unseren Werten“ ein Problem hätten, müsse es heißen: „Ab, gute Reise.“ Sein Ziel formulierte er klar: Man könne nicht nur den Landeshauptmann stellen, sondern „Österreich auf Vordermann bringen“.

Kickl knüpfte an diese Steilvorlage an und nutzte den Auftritt, um sowohl die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren als auch die Konkurrenz frontal anzugreifen. Die „wirkliche Volkspartei“ sei im Zelt versammelt, erklärte er und spielte sich gleichzeitig als von Gegnern unterschätzter, aber entschlossener Politiker in Szene. Er verwies darauf, dass er vielfach als „gefährlichster Politiker“ bezeichnet werde, stellte jedoch klar, gefährlich sei er aus seiner Sicht nicht für „meine Landsleute“, sondern für jene, „die unseren Wohlstand verludern und unsere Heimat stehlen“. Inhaltlich bekräftigte er dabei einmal mehr den Begriff „Remigration“ als eine seiner Visionen für ein künftiges Österreich.

Breiten Raum nahm in Kickls Rede die aktuelle Krise der SPÖ ein, die er als Chance für seine Partei deutete. Die Sozialdemokratie bezeichnete er polemisch als „Selbsthilfegruppe namens Soziademokratie“ und kommentierte die Diskussion um die Nachfolge von Bundesparteichef Andreas Babler mit der Ansage „game over, das Spiel ist vorbei“. Innerhalb der SPÖ würden „Kommunisten mit Kapitalisten streiten, wer die besseren Sozialisten sind“, sagte Kickl mit Blick auf innerparteiliche Flügelkonflikte und Ambitionen potenzieller Kandidaten. Für die kommende Nationalratswahl, die er als „Schicksalswahl“ charakterisierte, gab er sich siegessicher: Wenn sich die Freiheitlichen nicht „auseinanderdividieren lassen“, werde am Ende ein „Volkskanzler“ stehen. Neuwahlen könnten seiner Einschätzung nach „jederzeit daherkommen“, die steirische FPÖ um Kunasek präsentierte er als Vorbild für die Partei in anderen Bundesländern.