Lazard begrüßt David Krap als geschäftsführenden Leiter und Co-Leiter des europäischen Geschäftsbereichs Konsumgüter, Einzelhandel und Freizeit

19.10.2026

LONDON, 19. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Lazard, Inc. (NYSE: LAZ) gab heute die Ernennung von David Krap zum geschäftsführenden Leiter und Co-Leiter des europäischen Geschäftsbereichs Konsumgüter, Einzelhandel sowie Freizeit bekannt.

David Krap

David verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Beratung bei Fusionen und Übernahmen (M&A) im Konsumgütersektor, mit besonderem Schwerpunkt auf Lebensmitteln und Getränken, Haushalts- und Körperpflegeprodukten sowie ausgewählten Bereichen der Verbrauchergesundheit. Vor dem Wechsel zu Lazard war er bei J.P. Morgan beschäftigt, wo er als geschäftsführender Leiter und Co-Leiter des Bereichs Konsumgüter und Einzelhandel EMEA tätig war. Zuvor bekleidete er leitende Positionen bei Credit Suisse, Centerview Partners und UBS. David besitzt einen Hochschulabschluss mit Auszeichnung von der European Business School London und spricht fließend Deutsch und Spanisch.

David wird sich von London aus dem europäischen Finanzberatungsgeschäft von Lazard anschließen, das von Jean-Louis Girodolle und Cyrus Kapadia geleitet wird. Seine Ernennung unterstreicht Lazards anhaltende Investitionen in erfahrene Führungskräfte im Rahmen der Strategie Lazard 2030, die auch den Ausbau der Zahl geschäftsführender Leiter im gesamten Beratungsgeschäft des Unternehmens vorsieht.

„David ist ein hoch angesehener Berater, der über eine außergewöhnliche Erfolgsbilanz bei der Begleitung von Vorständen und Managementteams durch komplexe strategische Veränderungsphasen und wegweisende Transaktionen verfügt. Wir freuen uns sehr, ihn bei Lazard begrüßen zu dürfen", sagte Jean-Louis Girodolle, Co-Leiter des europäischen Investmentbankings.

„David ist ein geschätzter Berater vieler führender Unternehmen der Branche und seine umfassende Fachkompetenz sowie seine langjährigen Beziehungen werden unsere Marktstellung weiter stärken, während wir in unsere europäische Plattform investieren und unser Leistungsangebot für unsere Kunden ausbauen", sagte Cyrus Kapadia, Co-Leiter des europäischen Investmentbankings.

„Ich bewundere seit langem das beratungsorientierte sowie partnerschaftliche Geschäftsmodell von Lazard und die Stärke seiner Präsenz sowie die Vernetzung in ganz Europa sowie Nordamerika. Ich bin fest von den Zielen der Strategie Lazard 2030 sowie dem vom Unternehmen angestrebten Wachstum überzeugt. Ich freue mich darauf, Teil des talentierten Teams von Lazard zu werden und das weltweite Geschäft im Konsumgütersektor mitzugestalten sowie weiter auszubauen", sagte David Krap.

Informationen zu Lazard

Lazard wurde 1848 gegründet und zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Finanzberatung und Vermögensverwaltung mit Niederlassungen in Nord- und Südamerika, Europa, dem Nahen Osten, Asien sowie Australien. Lazard berät Institutionen, Unternehmen, Regierungen, Partnerschaften, Familienvermögensverwaltungen und vermögende Privatpersonen bei Fusionen sowie Übernahmen, Kapitalmarktfragen und Kapitallösungen, Restrukturierungen und Liability Management, geopolitischen Fragen sowie anderen strategischen Angelegenheiten und bietet ihnen darüber hinaus Vermögensverwaltung und Anlagelösungen an. Lazard ist an der New Yorker Börse als Lazard, Inc. unter dem Tickersymbol LAZ notiert. Weitere Informationen finden Sie auf Lazard.com  und folgen Sie Lazard auf LinkedIn.

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Jugendkriminalität und Sozialstaat im Fokus: Wallner skizziert Kurs für Herbstverhandlungen

08.10.2026

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.

Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.

In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.

Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.

Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.