Die Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026 zeigt: Die Generation Z gibt am meisten für Kunst aus

08.10.2026

Die diesjährige Studie untersucht, wie vermögende Sammlerinnen und Sammler ihre Kunstsammlung aufbauen und weiterentwickeln. Im Fokus stehen der prägende Einfluss der Familie, die wachsende Bedeutung jüngerer Käufergenerationen, ein verändertes Verständnis von Privatsphäre sowie der zunehmende Einsatz digitaler und KI-gestützter Recherchetools bei Kaufentscheidungen.

ZÜRICH, 8. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die von Arts Economics in Zusammenarbeit mit UBS durchgeführte „Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026" zeigt, wie sich die Prioritäten und das Kaufverhalten vermögender Kunstsammlerinnen und Kunstsammler weltweit verändern (High-Net-Worth, HNW). Die Studie basiert auf den Antworten von 3.100 vermögenden Privatpersonen in zehn bedeutenden Kunstmärkten: die USA, Großbritannien, das chinesische Festland, Hongkong, Frankreich, Australien, Deutschland, Japan, Brasilien und Singapur. 

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Dr. Clare McAndrew, Gründerin von Arts Economics: „Diese Studie ermöglichte es uns, über die Frage hinauszugehen, welche Werke vermögende Sammlerinnen und Sammler erwerben, und zu untersuchen, wie sie ihre Sammlungen nutzen und was ihnen am Besitz von Kunst tatsächlich wichtig ist. Die Einstellungen zu Privatsphäre und Zugänglichkeit unterscheiden sich deutlich und stellen einige verbreitete Annahmen infrage. Viele Käufe werden weniger vom demonstrativen Konsum geprägt, der traditionell mit dem Kunstmarkt verbunden wird, als vielmehr vom Wunsch, Beziehungen innerhalb enger Netzwerke aufzubauen. Dort entsteht Status weniger durch den Preis als durch Seltenheit, Provenienz, Originalität und die Entdeckung von Kunstwerken. Eine eingeschränkte Zugänglichkeit schmälert die Signalwirkung einer Sammlung nicht. Exklusivität kann vielmehr Teil dieser Wirkung sein. Überraschenderweise waren die jüngsten Sammlerinnen und Sammler sowohl offline als auch online die privatesten. Angehörige der Generation Z teilen Informationen über ihre Sammlungen am seltensten öffentlich im Internet und bevorzugen geschlossene, nur auf Einladung zugängliche Räume. Privatsphäre ist für sie ein zentraler Bestandteil ihrer persönlichen und kulturellen Identität."

Paul Donovan, Chefökonom bei UBS Global Wealth Management: „Als führender globaler Vermögensverwalter verfolgt UBS den globalen Vermögenstransfer bereits seit mehreren Jahren. Die Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026 von Arts Economics bestätigt, dass dieser Vermögenstransfer inzwischen in vollem Gange ist. Die Generation Z verzeichnete die höchsten durchschnittlichen Ausgaben für Kunst, 40 % kamen durch den Einfluss ihrer Familie zum Kunstsammeln, und fast 90 % behielten geerbte Kunstwerke in ihren Sammlungen. Gleichzeitig bevorzugen jüngere Sammlerinnen und Sammler weiterhin traditionelle Kategorien wie Malerei und Skulptur. Dies deutet darauf hin, dass sich die Gewohnheiten beim Sammeln zwar verändern, bestimmte ästhetische Vorlieben jedoch generationenübergreifend beständiger sind, als häufig angenommen wird."

Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Generation Z führt bei den Kunstausgaben deutlich vor älteren Generationen: Im Jahr 2025 und im ersten Halbjahr 2026 gab die Generation Z mehr für bildende Kunst aus als jede andere untersuchte Altersgruppe. Ihre Ausgaben lagen mehr als doppelt so hoch wie jene älterer Generationen. Zudem stellte sie 2026 nahezu die Hälfte aller Käuferinnen und Käufer von Kunstwerken im Wert von mehr als einer Million US-Dollar.
  • Familie bleibt der wichtigste Einstieg in die Welt des Sammelns: Erstmals untersucht die Studie, wie vermögende Sammlerinnen und Sammler ihre Sammlung aufbauen. Die Familie erweist sich dabei als häufigster Zugang zur Kunst. Insgesamt nannten 28 % der Befragten ihr familiäres Umfeld als wichtigsten Einstiegspunkt; bei der Generation Z lag dieser Anteil bei 40 %. Fast 90 % der geerbten Kunstwerke verbleiben in den Sammlungen der Nachkommen.
  • Einzigartigkeit und Seltenheit sind die wichtigsten Motive für Kunstbesitz: Über alle Generationen hinweg stehen Einzigartigkeit und Seltenheit mit 43 % an erster Stelle der Beweggründe für den Kunstbesitz. Sie werden deutlich häufiger genannt als die Anerkennung durch Expertinnen und Experten oder das Ansehen innerhalb von Sammlerkreisen. Für die Generation Z spielen diese Aspekte eine noch grössere Rolle als für ältere Sammlergenerationen.
  • Kaufentscheidungen basieren zunehmend auf eigener Recherche: 72 % der befragten Sammlerinnen und Sammler recherchierten vor einem Kunstkauf intensiv oder in erheblichem Umfang selbst. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem deutlichen Anstieg. Bei der Generation Z lag dieser Wert sogar bei 80 %.
  • Digitale Informationsquellen und KI-gestützte Tools gewinnen an Bedeutung: Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt Online-Quellen für Informationen, Empfehlungen und Beratung. Gleichzeitig steigt die Nutzung von Apps und KI-basierten Recherchewerkzeugen weiter an und hat sich innerhalb von zwei Jahren deutlich erhöht.
  • Sammelinteressen reichen zunehmend über den klassischen Kunstmarkt hinaus: Bildende Kunst bleibt die wichtigste Ausgabenkategorie, gleichzeitig investieren viele Sammlerinnen und Sammler verstärkt in weitere Sammlerobjekte. Die Generation Z und die Babyboomer weisen die breitesten Sammelinteressen auf und engagieren sich besonders häufig in mehreren Sammelkategorien gleichzeitig.
  • Weitergabe und gesellschaftliches Engagement bleiben zentrale Anliegen: Fast ein Viertel der Befragten plant in den kommenden zwölf Monaten Schenkungen an Museen. Darüber hinaus wollen viele Sammlerinnen und Sammler Künstlerpreise, Stiftungen, Residenzprogramme oder private Museen unterstützen. Auch die langfristige Weitergabe von Sammlungen an kommende Generationen bleibt ein zentrales Motiv.

Links

www.ubs.com/artmarket 

Über UBS und zeitgenössische Kunst

Als Global Lead Partner der Art Basel blickt UBS auf eine lange Tradition in der Förderung zeitgenössischer Kunst und von Künstlerinnen und Künstlern zurück. UBS engagiert sich dafür, den internationalen Dialog über den Kunstmarkt voranzubringen. Dies geschieht durch die globale Lead-Partnerschaft mit der Art Basel sowie als Mitherausgeberin des Art Basel and UBS Global Art Market Report und der Art Basel and UBS Survey of Global Collecting. Darüber hinaus unterstützt UBS einige der weltweit bedeutendsten Kunstinstitutionen, Veranstaltungen und Messen. Die Bank verfügt zudem über eine der weltweit bedeutendsten Unternehmenssammlungen zeitgenössischer Kunst. UBS Art Advisory unterstützt UHNW-Kundinnen und -Kunden sowie Family Offices mit unabhängiger Beratung über den gesamten Lebenszyklus des Kunstsammelns hinweg.

Über UBS

UBS ist ein führender und globaler Wealth Manager sowie die führende Universalbank in der Schweiz. Sie verfügt zudem über ein diversifiziertes Angebot im Asset-Management und fokussierte Kapazitäten im Investment-Banking. Per Ende des zweiten Quartals 2026 verwaltet UBS Vermögen in Höhe von 7,3 Billionen US-Dollar. Durch personalisierte Beratung, Lösungen und Produkte hilft UBS den Kundinnen und Kunden, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. UBS hat ihren Hauptsitz in Zürich und ist in mehr als 50 Ländern präsent. Die Aktien der UBS Group AG sind an der SIX Swiss Exchange sowie an der New York Stock Exchange (NYSE) kotiert.

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Elektro-Offensive trägt Mercedes-Benz – trotz Absatzminus in China

08.10.2026

Mercedes-Benz verzeichnet ein zunehmend zweigeteiltes Bild seiner weltweiten Fahrzeugverkäufe. Während die Konzernzahlen im dritten Quartal 2026 global rückläufig waren, meldet die Indien-Tochter ein Rekordquartal. In Indien setzte Mercedes-Benz im Zeitraum Juli bis September 5.422 Fahrzeuge ab, ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich der beste Quartalswert in der Geschichte des Unternehmens im Land. Von Januar bis September summierten sich die Verkäufe dort auf 15.190 Einheiten, rund 8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Auf Konzernebene dagegen schrumpften die Auslieferungen im gleichen Quartal. Weltweit setzte Mercedes-Benz 491.700 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ab, ein Minus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Pkw-Geschäft allein sanken die globalen Verkäufe um 8 Prozent auf 407.200 Einheiten. Besonders belastend wirkte die Entwicklung in Asien und hier vor allem in China: In der Volksrepublik gingen die Pkw-Verkäufe um knapp ein Drittel auf 86.800 Fahrzeuge zurück, konzernweit meldete der Hersteller für Asien ein Minus von 25 Prozent auf 132.300 Autos. Ein Zuwachs in Europa und Nordamerika reichte nicht aus, um die Schwäche in China zu kompensieren.

Kontrastreich präsentiert sich auch das Bild in den oberen Preissegmenten. In Indien trugen Top-End-Luxusmodelle – darunter S‑Klasse, Mercedes‑Maybach, EQS Maybach SUV, G‑Klasse, V‑Klasse und AMG‑Modelle – maßgeblich zum Wachstum bei: Diese Klasse legte dort im Jahresvergleich um mehr als 13 Prozent zu und kam auf über ein Viertel des Gesamtabsatzes. Innerhalb dieses Segments nutzten laut Unternehmen fast drei Viertel der Kunden das MANUFAKTUR‑Personalisierungsprogramm. Die Performance-Marke AMG steigerte ihre Auslieferungen in Indien um mehr als 18 Prozent, das AMG G 63 erzielte den höchsten monatlichen Absatz seit Markteinführung. Global hingegen verzeichnete Mercedes-Benz im teuersten Segment aus S‑Klasse, Maybach und AMG ein deutliches Minus von gut 20 Prozent im dritten Quartal.

Stärker als die Verbrenner legten weltweit die batterieelektrischen Modelle zu. Vertriebs- und Marketingvorstand Mathias Geisen sprach von dem höchsten Quartalsabsatz vollelektrischer Pkw in der Unternehmensgeschichte; in Europa war nahezu jedes dritte verkaufte Auto rein elektrisch. Der elektrische GLC trug dabei überproportional zum Wachstum bei und vervielfachte seine Verkäufe gegenüber dem zweiten Quartal. In Indien setzt der Konzern seinen Fokus ebenfalls auf Elektrifizierung: Dort stehen die Markteinführung einer elektrifizierten S‑Klasse mit Auslieferungsstart Mitte Oktober sowie die Premiere des GLC BEV Anfang November an, die das Portfolio am Subkontinent weiter ausbauen sollen.

Die Transportersparte Vans erwies sich zuletzt als Stabilitätsanker. Mit einem Plus von 1 Prozent auf 84.400 Fahrzeuge hielt sich das Segment im dritten Quartal nahezu auf Vorjahresniveau. Insgesamt aber bleibt der Druck auf das Kerngeschäft hoch, da der Wettbewerb im wichtigen Markt China nach Konzernangaben intensiv und das Umfeld weiterhin schwierig ist. In dem Land gehören der GLC und die E‑Klasse zu den meistverkauften Baureihen des Herstellers und machen dort fast zwei Drittel der Pkw-Verkäufe aus. Die anhaltende Schwäche in China, die bereits im zweiten Quartal mit einem Absatzminus von rund 30 Prozent sichtbar war, unterstreicht für Mercedes-Benz die Bedeutung eines breiter diversifizierten Wachstums – mit Märkten wie Indien, in denen das Premium- und Luxusgeschäft derzeit gegensätzlich zum Trend zulegt.