CordenPharma ernennt Dr. Jean-Luc Herbeaux zum Geschäftsführer für die nächste Wachstumsphase

16.09.2026
  • Dr. Jean-Luc Herbeaux wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 zum Geschäftsführer von CordenPharma ernannt
  • Dr. Michael Quirmbach wechselt von seiner Position als Präsident und Geschäftsführer zu einem Mandat als Vorstandsmitglied und Seniorberater und wird weiterhin aktiv bei CordenPharma mitwirken
  • Der geplante Führungswechsel baut auf 12 Jahren bedeutenden Wachstums und tiefgreifenden Wandels unter der Leitung von Dr. Quirmbach auf

BASEL, Schweiz, 16. September 2026 /PRNewswire/ -- CordenPharma, ein weltweit führendes pharmazeutisches CDMO, gab heute die Ernennung von Dr. Jean-Luc Herbeaux zum Geschäftsführer mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 bekannt, da das Unternehmen in seine nächste Wachstumsphase eintritt.

(CordenPharma Photo) CordenPharma CEO leadership to transition from Dr. Michael Quirmbach (left) to Dr. Jean-Luc Herbeaux (right), effective 1 October 2026.

Dr. Herbeaux wird die Nachfolge von Dr. Michael Quirmbach antreten, der seit 2019 als Geschäftsführer von CordenPharma tätig ist und in den vergangenen zwölf Jahren maßgeblich zum Wachstum und Wandel des Unternehmens beigetragen hat. Im Rahmen des geplanten Führungswechsels wird Michael weiterhin als Vorstandsmitglied und Seniorberater aktiv bei CordenPharma mitwirken, sein fundiertes Wissen über das Unternehmen sowie seine Branchenexpertise einbringen und das Unternehmen auf seinem Weg in die nächste Phase strategisch begleiten.

Dr. Jean-Luc Herbeaux zum Geschäftsführer ernannt

Dr. Herbeaux wechselt zu CordenPharma und kommt von Hovione, einem internationalen CDMO-Unternehmen, bei dem er mehr als vier Jahre lang als Geschäftsführer tätig war. Bevor er Geschäftsführer wurde, war er bei Hovione als Leiter des Geschäftsbetriebs tätig und hatte zuvor verschiedene Führungspositionen bei Evonik inne, einem weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Spezialchemikalien und nachhaltige Materialtechnologien.

Als Geschäftsführer wird Dr. Herbeaux die Umsetzung der langfristigen Strategie von CordenPharma leiten. Dabei wird er eng mit dem Vorstand zusammenarbeiten und weiterhin auf die Unterstützung von Astorg zählen können. Im Mittelpunkt stehen dabei das weitere Wachstum, die Umsetzung im Geschäftsbetrieb, die Erfüllung der Kundenanforderungen und der Ausbau der globalen Plattform des Unternehmens.

Seine Ernennung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem CordenPharma nach einer Phase bedeutender strategischer Expansion und Investitionen in eine neue Entwicklungsphase eintritt. Dazu gehören die kürzlich erfolgte Übernahme des Peptid-CDMO-Unternehmens AmbioPharm sowie weitere Investitionen in die Entwicklungs- und Produktionskapazitäten im gesamten Netzwerk. Heute beschäftigt CordenPharma rund 3500 Beschäftigte und unterhält ein erweitertes Produktionsnetzwerk in den USA, Europa und Asien, das Kunden von der frühen Entwicklungsphase bis hin zur kommerziellen Produktion unterstützt.

Aufbauend auf 12 Jahren Wachstum unter der Leitung von Dr. Michael Quirmbach

Dr. Quirmbach trat 2014 bei CordenPharma ein und wurde 2019 zum Geschäftsführer ernannt. Während seiner Amtszeit spielte er eine entscheidende Rolle bei der Umwandlung von CordenPharma in einen weltweit führenden CDMO. Er leitete die Entwicklung einer zielgerichteten Plattformstrategie, umfangreiche Investitionen in Kompetenzen und Kapazitäten, den Ausbau der globalen Präsenz von CordenPharma sowie die Integration der Standorte des Unternehmens. Außerdem trug er dazu bei, ein stark kundenorientiertes Unternehmen aufzubauen sowie unternehmensweit eine Kultur der Zusammenarbeit und des Unternehmergeistes zu fördern.

In den zwölf Jahren, in denen Michael für das Unternehmen tätig war, wuchs CordenPharma von einem Jahresumsatz von 245 Millionen Euro auf über 1 Milliarde Euro.

Judith Charpentier, eine der geschäftsführenden Gesellschafterinnen und Co-Leiterin von Flagship, sagte:

„Michael hat in den letzten 12 Jahren einen außergewöhnlichen Beitrag für CordenPharma geleistet und maßgeblich zum Aufbau des globalen CDMO-Unternehmens beigetragen, das es heute ist. Wir sind ihm zutiefst dankbar für seine Führungsrolle sowie seine Zusammenarbeit und freuen uns sehr, dass er dem Unternehmen weiterhin verbunden bleiben wird. Jean-Luc bringt umfassende Führungserfahrung im CDMO-Bereich sowie fundierte Erfahrung im Geschäftsbetrieb mit, und wir freuen uns darauf, eng mit ihm und dem gesamten Team zusammenzuarbeiten, um auf diesem soliden Fundament aufzubauen, unsere Kunden weltweit weiterhin zu betreuen sowie sie bei der Bereitstellung ihrer Medikamente für Patienten zu unterstützen."

Dr. Jean-Luc Herbeaux, der künftige Geschäftsführer, sagte:

„Ich freue mich sehr darauf, bei CordenPharma einzusteigen und gemeinsam mit Astorg in einer entscheidenden Phase der Unternehmensentwicklung mitzuwirken. Ich habe großen Respekt vor dem, was Michael und das Team aufgebaut haben, und sehe große Chancen für die Zukunft. Mein Schwerpunkt wird klar sein: unsere Wachstumspläne konsequent umsetzen, unsere Partnerschaften mit Kunden vertiefen sowie die Kompetenzen weiter stärken, auf die sie sich verlassen, um lebenswichtige Medikamente für Patienten auf der ganzen Welt zu entwickeln und herzustellen."

Dr. Michael Quirmbach, Vorstandsmitglied und Seniorberater bei CordenPharma, sagte:

„Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir in den letzten 12 Jahren gemeinsam bei CordenPharma aufgebaut haben, und dankbar gegenüber den vielen Kollegen, Kunden und Partnern, die Teil dieser Reise waren. Das Unternehmen ist für seine nächste Entwicklungsphase gut aufgestellt, und ich freue mich darauf, als Vorstandsmitglied und Seniorberater weiterhin meinen Beitrag zu leisten."

Informationen zu CordenPharma

CordenPharma ist ein CDMO, das innovative Biotech- und Pharmaunternehmen, die sich mit komplexen Therapieverfahren befassen, bei der Weiterentwicklung ihres Arzneimittelentwicklungszyklus unterstützt und mit ihnen zusammenarbeitet. CordenPharma nutzt das kollektive Fachwissen der Teams seines weltweit integrierten Netzwerks von Standorten und bietet maßgeschneiderte Outsourcing-Dienstleistungen für die gesamte Lieferkette, von der frühen klinischen Entwicklungsphase bis zur Vermarktung.

Mit wissenschaftlicher Fachkenntnis und partnerschaftlicher Zusammenarbeit als Kernkompetenzen bietet CordenPharma seinen Kunden hochwertige, ganzheitliche Dienstleistungen mit strategischem Schwerpunkt auf Peptiden, kleinen Molekülen (sowohl hochwirksamen als auch solchen mit normaler Wirksamkeit), maßgeschneiderten Lipid-Hilfsstoffen, Lipid-Nanopartikeln (LNPs), sterilen Injektionspräparaten und Oligonukleotiden.

Die CordenPharma Group umfasst 13 Standorte in Europa, Nordamerika und Asien mit mehr als 3500 Beschäftigten. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 960 Millionen Euro. Im Jahr 2022 wurde CordenPharma von Astorg – einer führenden paneuropäischen Private-Equity-Gesellschaft mit fundierter Fachkenntnis im Gesundheitssektor – übernommen, um die Entwicklung des Unternehmens zu beschleunigen und seine Führungsposition im CDMO-Bereich weiter zu stärken.

Weitere Informationen finden Sie auf cordenpharma.com | Folgen Sie CordenPharma auf LinkedIn.

Informationen zu Astorg

Astorg ist eine führende paneuropäische Private-Equity-Gesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von über 24 Milliarden Euro. Astorg ist ein breit aufgestellter Investor mit fundierter Expertise in den Bereichen Gesundheitswesen, Technologie und Unternehmensdienstleistungen. Im Gesundheitswesen konzentriert sich Astorg auf eine begrenzte Anzahl von Teilsektoren: pharmazeutische Dienstleistungen und Technologien, Medizintechnik und Medizintechnik-Dienstleistungen, Life-Science-Tools und Diagnostik. Astorg zeichnet sich durch eine ausgeprägte unternehmerische Kultur, eine engagierte Gesellschafterperspektive sowie schlanke Entscheidungsstrukturen aus. Das Unternehmen arbeitet mit Gründern, Unternehmern und Führungsteams zusammen, um erstklassige internationale B2B-Unternehmen zu erwerben, und bietet ihnen strategische Beratung, Unternehmensführung sowie Kapital, um ihre strategische Positionierung zu stärken und ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Astorg hat seinen Hauptsitz in Luxemburg und verfügt über Niederlassungen in London, Paris, New York, Frankfurt und Mailand.

Weitere Informationen zu Astorg: www.astorg.com | Folgen Sie Astorg auf LinkedIn

CordenPharma is a CDMO partner supporting biotech and pharma innovators of complex modalities in the advancement of their drug development lifecycle. Harnessing the collective expertise of the teams across its globally integrated facility network, CordenPharma provides bespoke outsourcing services spanning the complete supply chain, from early clinical-phase development to commercialization.
With scientific expertise and partnership at its core, CordenPharma provides customers high-value, end-to-end services with a strategic focus on Peptides, Oligonucleotides, customized Lipid Excipients, Lipid NanoParticles (LNPs), sterile Injectables, and the extensive supply of Small Molecules (both Highly Potent and Regular Potency).

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Wie ein verstorbener Sektionschef zum Politikum im U-Ausschuss wurde

08.10.2026

Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.

Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.

Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.

Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.

Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.