Die speziell entwickelte Plattform verbindet Kunden weltweit mit Kollegen und Cellebrite-Experten zu einer rund um die Uhr verfügbaren Community
TYSONS CORNER, Virginia, und PETAH TIKVA, Israel, 17. September 2026 /PRNewswire/ -- Cellebrite DI Ltd. (Nasdaq: CLBT), ein weltweit führender Anbieter von KI-gestützten Lösungen für digitale Ermittlungen und Informationsgewinnung im öffentlichen und privaten Sektor, gab heute die Erweiterung von The 101 bekannt, einer speziell entwickelten globalen digitalen Community für Fachleute aus den Bereichen digitale Forensik und Ermittlungsarbeit, die Kunden über das MyCellebrite-Portal zur Verfügung steht. Die Community wächst täglich und zählt mittlerweile 62.000 Nutzer, die in aktiven Diskussionsgruppen Fragen stellen und Wissen mit Kollegen und Cellebrite-Experten auf der ganzen Welt austauschen.
Jeden Tag nutzen Fachleute aus den Bereichen digitale Forensik und Ermittlungsarbeit die Technologie von Cellebrite, um Erkenntnisse zu gewinnen, Ermittlungen voranzutreiben und dazu beizutragen, ihre Gemeinden sicherer zu machen. The 101 soll ihnen dabei helfen, mehr aus den Lösungen von Cellebrite, den Experten des Unternehmens und dem Austausch untereinander herauszuholen, damit sie diese Ergebnisse noch schneller erzielen können. Kunden können Sub-Communities beitreten, die auf Produkten und Erfahrungsstufen basieren, an Diskussionen teilnehmen, bewährte Verfahren austauschen und auf Ressourcen sowie technische Updates zugreifen, die für ihre Arbeit relevant sind.
„Als ich meine eigene Ausbildung in digitaler Forensik abgeschlossen hatte, wurde ich direkt mit einem schwierigen Fall betraut. Ich verfügte zwar über die Grundlagen, hatte aber keine einfache Möglichkeit, ein Netzwerk aufzubauen oder gar Kontakt zu jemandem aufzunehmen, der so etwas schon einmal gesehen hatte", sagte Jared Barnhart, der das Global Customer Engagement Team von Cellebrite leitet. „The 101 ist genau die Lösung, die ich mir damals gewünscht hätte: ein stets verfügbarer Ort, an dem man Fragen stellen, neugierig bleiben und Antworten von Cellebrite-Experten und Fachleuten aus aller Welt erhalten kann. Wir haben The 101 erweitert und verbessert, damit unsere Nutzergemeinschaft gemeinsam lernen kann, und wir laden jeden Kunden ein, es zu erkunden, sein Wissen zu teilen und zum Wachstum der Community beizutragen."
„Jede unserer Kundenbeziehungen beginnt mit einer gemeinsamen Mission: unseren Kunden dabei zu helfen, die Wahrheit schneller zu finden, damit sie die Sicherheit ihrer Gemeinschaften gewährleisten können", sagte Marcus Jewell, Chief Revenue Officer bei Cellebrite. „The 101 setzt diese Mission jeden Tag in die Praxis um und bietet Kunden einen direkten Draht zu unseren Experten und untereinander. Wenn unsere Kunden erfolgreich sind, sind wir es auch – und diese Community ist eine der deutlichsten Möglichkeiten, wie wir sie unterstützen können."
Kunden, die The 101 kürzlich besucht haben, beschreiben es als natürliche Erweiterung der „Trust-but-Verify"-Denkweise, die für die digitale Forensik und Ermittlungsarbeit von zentraler Bedeutung ist. Die Community wird für ihre themenspezifischen Diskussionsstränge, die einfache Nachverfolgung von Fragen und eigenen Beiträgen sowie die Untergemeinschaften für Ermittler, Neueinsteiger und Praktiker gelobt, die sich damit beschäftigen, wie sich KI in ihren Arbeitsablauf integrieren lässt.
Cellebrite-Kunden können The 101 erkunden, indem sie sich über MyCellebrite anmelden. Nach einer feierlichen Auftaktveranstaltung mit lokalen Kunden am 16. September 2026 im US-Hauptsitz von Cellebrite können sich die Mitglieder der The-101-Community auf das ultimative Networking- und Kontakt-Event beim jährlichen Global C2C User Summit freuen, der vom 12. bis 16. April 2027 im Hilton Anatole in Dallas, Texas, stattfindet.
Informationen zu Cellebrite
Das Unternehmen Cellebrite (Nasdaq: CLBT) hat es sich zur Aufgabe gemacht, als weltweit führender Anbieter von digitalen Ermittlungs- und Aufklärungslösungen Gemeinschaften, Nationen und Unternehmen zu schützen. Mehr als 7000 Strafverfolgungsbehörden, Verteidigungs- und Geheimdienstorganisationen sowie Unternehmen weltweit vertrauen auf das KI-gestützte Softwareportfolio von Cellebrite, um forensisch fundierte digitale Daten besser zugänglich und verwertbar zu machen. Die Technologie von Cellebrite ermöglicht Kunden, nahezu 3 Millionen rechtlich genehmigte Ermittlungen pro Jahr zu beschleunigen, die Sicherheit des Staates zu verbessern, die betriebliche Effektivität und Effizienz zu steigern sowie fortschrittliche mobile Analyse und Anwendungssicherheit zu leisten. Die Technologie von Cellebrite ist in der Cloud, vor Ort sowie in hybriden Einsatzumgebungen verfügbar und versetzt Kunden auf der ganzen Welt in die Lage, ihre Missionen voranzutreiben, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen sowie den Datenschutz zu gewährleisten. Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie uns auf www.cellebrite.com und https://investors.cellebrite.com und suchen Sie uns in den
Medien
Jackie Labrecque
Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Führungskräftekommunikation
jackie.labrecque@cellebrite.com
+1 771.241.7010
Investor Relations
Andrew Kramer
Vizepräsident, Investor Relations & Treasury
investors@cellebrite.com
+1 973.206.7760
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/cellebrite-erweitert-seine-globale-digitale-community-the-101-fur-fachleute-aus-den-bereichen-digitale-forensik-und-ermittlungsarbeit-302882257.html
Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.
Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.
Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.
Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.
Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.