Boehringer Ingelheim und die WHO Foundation starten eine weltweite Zusammenarbeit, um die Versorgungslücke im Bereich Adipositas und Stoffwechselgesundheit zu schließen

25.09.2026
  • Unterstützung im Bereich Adipositas und Stoffwechselgesundheit durch einen Beitrag von Boehringer Ingelheim in Höhe von 5 Millionen US-Dollar über drei Jahre
  • Die Zusammenarbeit wird die integrierte Versorgung bei Adipositas und damit verbundenen Herz-Kreislauf-, Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen stärken, um die Behandlungsergebnisse für Menschen weltweit zu verbessern, die mit diesen miteinander verbundenen Erkrankungen leben.

GENF, 25. September 2026 /PRNewswire/ -- Boehringer Ingelheim und die WHO Foundation gaben heute eine dreijährige Zusammenarbeit bekannt, um Fortschritte bei der Bekämpfung von Adipositas und den damit verbundenen Stoffwechselerkrankungen in ressourcenarmen Regionen zu beschleunigen.

Adipositas zählt zu den dringendsten globalen Herausforderungen im Gesundheitsbereich. Im Jahr 2022 waren weltweit mehr als 2,5 Milliarden Erwachsene und über 390 Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig; jeder achte Mensch weltweit lebte mit Adipositas, deren Prävalenz sich bei Erwachsenen seit 1990 mehr als verdoppelt hat.

Die Zusammenarbeit, die durch einen Beitrag von Boehringer Ingelheim in Höhe von 5 Millionen US-Dollar an die WHO Foundation unterstützt wird, zielt darauf ab, die Vorbereitung und Bereitschaft der Gesundheitssysteme zur Überwachung und Versorgung bei Adipositas sowie damit verbundenen Stoffwechselerkrankungen zu stärken und Ansätze zu ermöglichen, die den Gesundheitssektor sowie andere Sektoren zusammenbringen und Menschen mit nichtübertragbaren Krankheiten (NCDs) sinnvoll in politische Diskussionen über eine patientenzentrierte Versorgung einbeziehen.

„Das Ausmaß sowie die Komplexität der Herausforderungen im Zusammenhang mit Adipositas und Stoffwechselerkrankungen erfordern einen integrierten Ansatz, der die Grundlagen der Versorgung stärkt", sagte Anil Soni, Geschäftsführer der WHO Foundation. „Durch diese Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim werden wir Ländern ermöglichen, wissenschaftliche Erkenntnisse und globale Leitlinien in integrierte Leistungen umzusetzen, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Die Zusammenarbeit kann außerdem Erkenntnisse und praktische Modelle hervorbringen, die den Fortschritt weit über die ursprünglich beteiligten Länder hinaus fördern."

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird die WHO Foundation die Bemühungen der WHO zur Umsetzung ihres „Acceleration Plan to Stop Obesity (2022–2030)" („Beschleunigungsplan zur Eindämmung von Adipositas (2022–2030)") unterstützen. Der Plan, der 2022 von den WHO-Mitgliedstaaten verabschiedet wurde, unterstützt die Länder dabei, durch evidenzbasierte Maßnahmen, Eigenverantwortung der Länder und systemische Veränderungen den Schritt von der Verpflichtung zur Umsetzung zu vollziehen.

„Adipositas und damit verbundene Stoffwechselerkrankungen lassen sich nicht isoliert wirksam bekämpfen. Dafür braucht es Gesundheitssysteme, die ihre gemeinsamen Einflussfaktoren erkennen und eine koordinierte, langfristige Versorgung gewährleisten. Wenn wir das richtig angehen, bietet sich damit eine Chance für Regierungen, Gesundheitssysteme und die Gesellschaft", sagte Shashank Deshpande, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Human Pharma bei Boehringer Ingelheim. „Durch diese Zusammenarbeit von Boehringer Ingelheim und der WHO Foundation im Bereich der Stoffwechselgesundheit, die zum richtigen Zeitpunkt kommt, können wir dazu beitragen, globale Ziele in praktische, nachhaltige Veränderungen für die Menschen und die Gesundheitssysteme umzusetzen."

Die Zusammenarbeit baut auf der bestehenden Partnerschaft zwischen Boehringer Ingelheim und der WHO Foundation zur Stärkung der Systeme zur Suizidprävention in Nord- und Südamerika auf. Durch die Verknüpfung der Adipositasversorgung mit der Prävention und Behandlung damit verbundener Erkrankungen zielt die neue Zusammenarbeit darauf ab, einen umfassenderen Ansatz im Umgang mit Adipositas und der damit verbundenen Stoffwechselgesundheit zu fördern. Das langfristige Ziel besteht darin, dazu beizutragen, dass eine integrierte und gerechte Versorgung chronisch Kranker zu einem festen Bestandteil widerstandsfähiger Systeme der medizinischen Grundversorgung wird.

Informationen zur WHO Foundation

Die WHO Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation mit Sitz in der Schweiz, die Ressourcen mobilisiert und Partnerschaften aufbaut, um die globale Gesundheit zu fördern. Sie arbeitet mit philanthropischen Organisationen, Unternehmen sowie Privatpersonen zusammen, um den Auftrag der Weltgesundheitsorganisation zu unterstützen und gleichzeitig die Neutralität sowie die Unabhängigkeit der WHO zu wahren.

Informationen zu Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sowohl im Bereich der Human- als auch der Tiergesundheit tätig ist. Als einer der führenden Investoren der Branche in Forschung und Entwicklung konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung innovativer Therapien, die das Leben in Bereichen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf verbessern und verlängern können. Boehringer ist seit seiner Gründung im Jahr 1885 unabhängig und verfolgt eine langfristige Perspektive, indem es Nachhaltigkeit in die gesamte Wertschöpfungskette einbindet. Unsere rund 54 300 Beschäftigten sind in über 130 Märkten tätig, um eine gesündere und nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Weitere Informationen finden Sie auf www.boehringer-ingelheim.com/uk (Vereinigtes Königreich und Irland) oder www.boehringer-ingelheim.com (Rest der Welt).

Hinweis von Boehringer Ingelheim zur Zielgruppe

Diese Pressemitteilung wird von unserer Unternehmenszentrale in Ingelheim, Deutschland, herausgegeben und soll Informationen über unsere weltweiten Geschäftsaktivitäten vermitteln. Bitte beachten Sie, dass die Informationen zum Zulassungsstatus sowie zu den Kennzeichnungen zugelassener Produkte von Land zu Land variieren können und dass in den Ländern, in denen wir tätig sind, möglicherweise eine länderspezifische Pressemitteilung zu diesem Thema veröffentlicht wurde.

WHO Foundation Logo

 

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Andrea Pier: Kulturhauptstadtmanagerin wird Chefin der großen Wiener Musicalbühnen

08.10.2026

Bei den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) steht ein markanter Wechsel an der Spitze an: Mit 1. Dezember übernimmt die deutsch-österreichische Kulturmanagerin Andrea Pier die Geschäftsführung des städtischen Theaterkonzerns von Franz Patay. Der 65-Jährige hatte die VBW seit 2016 geleitet und war insgesamt zehn Jahre in geschäftsführender Verantwortung. Unter seinem Kommando mussten die Häuser – Raimund Theater, Ronacher und das Musiktheater an der Wien – heuer Einsparungen von fünf Millionen Euro verkraften, womit das Jahresbudget auf 51 Millionen Euro sank. Der Führungswechsel erfolgt damit in einer Phase, die von Budgetdruck und Konsolidierungszwängen geprägt ist.

Mit Pier steht erstmals offiziell eine Frau dauerhaft an der Spitze der Vereinigten Bühnen Wien; ein nur kurzes Interregnum von Lia Metchev-Herbst im Jahr 2016 ausgenommen. Die 1969 in Bielefeld geborene Managerin setzte sich in einem von der externen Personalberatung Christoph la Garde organisierten Auswahlverfahren gegen 18 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Die Hearing-Kommission – unter anderem mit der VBW-Aufsichtsratsvorsitzenden Elisabeth Freismuth, der Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Barbara Staudinger, sowie Wien-Holding-Geschäftsführerin Karin Ramser – entschied sich einstimmig für Pier und hob insbesondere ihre Doppelkompetenz im öffentlichen Kultursektor und in der Privatwirtschaft hervor.

Pier war in den vergangenen fünf Jahren als Managing Director maßgeblich für das Projekt Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 verantwortlich und zuvor zwei Jahrzehnte in unterschiedlichen leitenden Funktionen beim Musical- und Theaterkonzern Stage Entertainment tätig. Dort leitete sie unter anderem das traditionsreiche Theater des Westens in Berlin und verantwortete das Tourgeschäft. Mit Blick auf die Sparvorgaben in Wien verweist sie auf ihre Erfahrung im privatwirtschaftlichen Umfeld: Entscheidend sei, „die richtigen Weichen zu stellen, um weiterhin die künstlerische Exzellenz hochzuhalten“. An der internen Budgetverteilung zwischen Oper und Musical sieht sie derzeit keinen Änderungsbedarf und kündigt an, vorerst auf Kontinuität zu setzen.

Trotz zusätzlicher Konkurrenz durch das im Bau befindliche private „Theater im Prater“ zeigt sich Pier gelassen. Wichtiger als strukturelle Eingriffe sei für sie ein klarer künstlerischer Kurs, den sie mit „großem Tatendrang“ ab Dezember in Wien verfolgen will. Für die Stadt markiert ihre Bestellung auch eine personelle Weichenstellung: Vizebürgermeisterin Barbara Novak und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, die Pier im Ronacher gemeinsam mit Wien-Holding-Chefin Ramser präsentierten, betonten die Bedeutung ihrer langjährigen Musical- und Managementerfahrung für die künftige Positionierung der Vereinigten Bühnen Wien im internationalen Wettbewerb.